Sonntag…. Gammeltag

Sonntag…. Gammeltag

Heute ist irgendwie so ein Gammeltag – draußen ist es kalt und ungemütlich, manchmal fallen ein paar Regentropfen…. da zieht mich jetzt so gar nichts nach draußen. Eigentlich wollte ich heute Morgen ins Fitnessstudio gehen, aber das hab ich dann mangels Lust sausen lassen. Naja, man sollte sich mal auch etwas Ruhe und Entspannung gönnen.

Zudem muss ich noch einige Hausaufgaben machen, die ich die ganze Woche immer wieder vor mir hergeschoben habe. Joa mei – Aufräumen muss ich auch mal noch. Ich hab im Prinzip ja gar keine Zeit dafür.

Vor allem im Bad musste ich heute Platz schaffen, da meine Mutter gestern wieder mit einer ihrer neuen Errungenschaften ankam. Nach dem Elektrorasierer von neulich hat sie jetzt eine Schallzahnbürste gekauft.

Begründung: „Jung, du legst doch solch großen Wert auf dein Erscheinungsbild! Und diese Zahnbürste soll durch die Schalltechnologie zu strahlend weißen Zähnen verhelfen!“

Also stylisch ist sie ja – in Schwarz (damit sie in mein Badezimmer passt), jetzt werde ich die nächsten Tage und Wochen mal austesten, was das Teil so kann.

In der Beschreibung, die ich mir heute morgen mal zu Gemüte geführt habe, steht, dass sich die Aufsteckbürste bis zu 62.000 Mal in der Minute bewegt! Das ist mehr als eine Handzahnbürste im ganzen Monat macht! Plaque soll die Schallzahnbürste ebenfalls bis zu 10 Mal mehr als eine Handzahnbürste entfernen. Naja, von einer Handzahnbürste bin ich schon lange weg, aber wenn ich das hier so lese… ich bin echt gespannt.

Und noch was Cooles! Geladen wird die Zahnbürste im Glas! Ja, ihr lest richtig – die Zahnbürste wird einfach in das Glas gestellt und wird über Induktion aufgeladen. Hammer!

Ich bin gespannt, ob die Schallzahnbürste das hält, was die Hersteller und der Schallzahnbürsten Test von http://schallzahnbuerste-test.net versprechen.

Und damit dieses stylische Teil in mein Badezimmer passt, musste ich heute eben etwas Ordnung machen. Diese neue hat ja einige Teile mehr als die „alte“ Zahnbürste. Die steht jetzt vorerst mal im Schrank.

Bei der Räumaktion hab ich dann auch die Gelegenheit beim Schopf gepackt und die Glasablagen abgeräumt und sauber gemacht. Ach, das wäre um einiges einfacher, hätte ich nicht so viel Zeugs. Egal, was muss, das muss.

So long, das wars mit meinem kleinen Päuschen in meiner Räumaktion, muss jetzt weitermachen.

Wünsche euch einen schönen Abend, bis die Tage, euer Baofa.

Genießen – eines meiner weiteren Hobbys

Genießen – eines meiner weiteren Hobbys

Sonntag war ja mein Gammeltag – ich hatte ja berichtet.

Und was hat man auch an einem Gammeltag? – genau: Hunger!

Ich koche ja leidenschaftlich gerne, aber am Sonntag ging gar nicht. Also verblieben mir noch zwei Alternativen – entweder bestell ich was beim Asiaten oder ich schau mal, was meine Mutter so zu bieten hat. Also fiel meine Wahl auf das, was bequemer ist: rauf zu Mama und nach etwas Essbarem gefragt.

Naja, und wie sollte es auch anders sein, die hatte mal wieder was Leckeres gezaubert.

Schweinefleisch süß-sauer mit einem Hauch von Kokos und einer scharfen Note – ein Genuss! Eines steht fest: meine Mutter kann kochen! Und wahrscheinlich hat sie diese Leidenschaft und das Können mit ihren Genen an mich weitergegeben. Ich esse nicht nur sehr gerne, sondern koche gerne und gut!

Als Beilage gab es natürlich Reis – eines der Hauptnahrungsmittel in Asien. Seit über 5.000 Jahren wird in Asien Reis angebaut. Bevorzugt werden Basmatireis und Jasminreis gereicht – zwei sehr duftintensive Reissorten, die bereits beim Kochen ihren herrlichen Duft versprühen.

Soßen spielen in der asiatischen Küche eine wichtige Rolle. Pikant, süß, vollmundig oder feinwürzig, je nach Gericht. Die Currypaste ist meine Lieblingsbasis für Soßen. Es gibt sie in verschiedenen Geschmacksrichtungen und vor allem: in verschiedenen Schärfegraden. J Bei der scharfen Version ist natürlich der Chilianteil recht hoch.

Ein Tipp: die Farbe der Currypaste steht für den Schärfegrad. Grün und Rot sind relativ scharf, während die gelbe milder ist.

Was das asiatische Essen allerdings so gut macht, sind die Gewürze. Zitronengras, Kurkuma, Ingwer, Kardamon und Kreuzkümmel sind nur einige der Zutaten, die dem Essen das entsprechende Aroma verleihen.

Gerade Zitronengras fügt man beim Kochen dem Gericht zu, nimmt es allerdings vor dem Servieren heraus – Zitronengras ist vergleichbar mit dem Lorbeerblatt in Deutschland. Gerade Fisch und Geflügel erhält durch Zitronengras einen hervorragenden Geschmack.

Gemüse – für asiatische Gerichte ein Muss! Paprika, Frühlingszwiebeln, Brokkoli, Möhren und Sprossen, das sind bestimmt die Gemüsesorten, die ihr auch aus dem Gerichten, die ihr beim Asiaten bestellt, kennt.

Das war es mit der kurzen Einführung in unsere asiatische Kochkunst. Ich denke, ich werde euch noch öfter bisschen was erzählen, was unsere Küche ausmacht.

So long, bis bald!

Äußerlichkeiten

Äußerlichkeiten

So nach und nach werdet ihr, wie ich ja bereits schon bei meiner Vorstellung geschrieben habe, mich näher kennen lernen.

Es gibt Dinge in meinem Leben, die sind mir sehr wichtig – dazu gehören natürlich meine Familie, meine Freunde, meine Freundin, Fußballspielen und ein gepflegtes Äußeres.

Klar, ihr werdet jetzt denken: der arbeitet ja auch in einer Bank, da muss er gepflegt sein und sich wohl auch an eine gewisse Kleiderordnung halten. Stimmt, aber bevor ich überhaupt die Ausbildung begonnen habe, war mir mein Erscheinungsbild sehr wichtig –zum Leidwesen meines besten Freundes Mario. Denn er musste – und muss heute noch – sehr oft auf mich warten, weil ich mal wieder nicht fertig wurde.

Bevor ich morgens aus dem Haus gehe, ist das Badezimmer mein Reich. Zähne putzen, rasieren, duschen, stylen und und und – da geht schon eine halbe Stunde drauf und so mancher Deoroller und reichlich Parfum. Schließlich sollte ein Mann nicht nur gepflegt sein, sondern auch gut riechen.

Meine Mutter meint, so viel Pflegeprodukte, Tübchen und Tiegelchen habe so manche Frau nicht in ihrem Badezimmerschrank platziert. Aber sie ist mir in punkto Badezimmerschrank-Befüllung noch um Welten überlegen.

Und zu meiner Verteidigung: meine Mutter kommt ständig mit Pflegeprodukten an, die sie gerade entdeckt hat und für gut befindet.

Letztens kam sie mit einem sündhaft teuren Rasierapparat an – laut diesem Portal ein Schnäppchen, wie sie mir versicherte.

Ein Elektrorasierer – einsetzbar als Nass- und Trockenrasierer, mit Titan beschichtetem Mitteltrimmer, mit 5-Stufen Reinigungs- und Ladestation und einer alkoholbasierten Reinigungskartusche und weiterem Zubehör.

Bisher habe ich mich immer nass rasiert, doch wenn ich schon solch ein Teil habe, dann sollte ich das auch mal ausprobieren. Und ich muss sagen: cool das Teil und Danke, Mama! Aber ein Schnäppchen ist es dann doch nicht gerade, aber auf jeden Fall das Geld wert.

Bin ich im Bad fertig, trink ich meine obligatorische Tasse Kaffee, Frühstück lass ich ausfallen – das gibt es später – und dann zur Arbeit oder in die Berufsschule.

Nach getaner Arbeit geh ich, je nachdem, ins Fußballtraining oder auch mal ins Fitnessstudio – Mario ist stets mit von der Partie. Und dann treffe ich mich mit meiner Freundin, denn momentan wohnen wir beide noch zu Hause. Ja okay, mit 24 Jahren könnte man so langsam mal raus aus dem Elternhaus. Aber das Haus ist so groß, dass ich im Prinzip mein eigenes Leben und mein eigenes Reich habe – jedoch mit den Vorzügen von Hotel Mama.

Das soll es mal für heute gewesen sein, bis die Tage, euer Baofa.

„Joa mei und Servus!“

„Joa mei und Servus!“

Ich bin waschechter Bayer, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so ausschaut. Ich beherrsche die bayrische Sprache, den typischen Dialekt, bin auch in Bayern geboren. Und mein Name, der passt auch so gar nicht zu meiner Sprache – Baofa Nguyen (im Internet teilweise auch als Richard Rodriguez bekannt).

Meine Mutter ist Deutsche, mein Vater Asiate, der mir eben auch die Gene in die Wiege gelegt hat.

Kennengelernt haben sich meine Eltern Ende der 80er Jahre, als meine Mutter meinte, ihren Urlaub in Indonesien verbringen zu müssen. Naja, sie sah ihn, er sah sie – und schon war es um die beiden geschehen. Die anfängliche Fernbeziehung hat beiden nicht gefallen und deshalb ist mein Vater kurzum nach Deutschland gekommen.

Ich bin 24 Jahre jung, mache gerade eine Ausbildung bei einer Bank hier in München. Bevor ich mich dazu entschlossen habe, war mein Berufswunsch – wie wohl bei den meisten Jungs: Profi-Fußballer zu werden.

Ehrgeiz hatte ich – drei Mal die Woche ging ich ins Training, kickte auch zu Hause oder in der Freizeit mit meinen Freunden. Nach Aussage meines Trainers war ich auch recht gut, so manches Tor wurde von mir erzielt. Also, man kann sagen, dass ich jetzt nicht ganz so talentfrei war, aber man muss eben erkennen, bei Bedarf andere Wege einzuschlagen. Also spiele ich auch heute noch in meiner Freizeit aktiv Fußball, trainiere die Woche über noch – wobei sich das etwas reduziert hat, da ich andere, weiblichere, Prioritäten habe.

Aber trotzdem, ohne Fußball geht es nicht; Fußball ist mein Ausgleich, lässt mich nach einem Tag in der Bank ausspannen und auf andere Gedanken kommen.

Auch wenn ich in Deutschland geboren bin, die Heimat meines Vaters finde ich einfach faszinierend. Zudem wohnen meine Großeltern noch in Indonesien und auch einige andere Verwandte meines Vaters.

Schon sehr früh verbrachten wir jeden Urlaub im Heimatland meines Vaters, und das haben wir bis heute so beibehalten. Auch wenn Indonesien nicht direkt meine Heimat ist, ich liebe das Land, die Leute und deren Kultur. Natürlich beherrsche ich neben bayrisch und hochdeutsch auch die indonesische Sprache.

Ach ja, ich liebe gutes Essen und koche sehr gerne – was meine Freundin natürlich sehr freut. Vor allem koche ich gerne indonesisch, meine Oma hat mir so manches Familienrezept verraten. Aber ich esse auch sehr gerne bayrisch, für einen guten Schweinsbraten mit Semmelknödel lass ich sogar mein Fußballtraining mal sausen.

Ihr seht, mein Leben ist bunt und ereignisreich. Und genau das möchte ich mit euch zukünftig teilen.

Bis dahin, servus!